Original paper
Observations sur les effets de la pluie en Provence
[Observations on the effects of rain in Provence]
Clauzon, G.; Vaudour, J.
Zeitschrift für Geomorphologie Volume 13 Issue 4 (1969), p. 390 - 405
17 references
published: Dec 23, 1969
ArtNo. ESP022001304002, Price: 29.00 €
Kurzfassung
Unsere Beobachtungen betreffen einen Zeitraum, der zu kurz ist, um wirklich signifikante Ergebnisse zeigen zu können. Einige Winter ohne Schnee und ohne große Kälte, Dürftigkeit jährlicher Niederschläge, Halbjahre ohne starke Platzregen waren besondere Klimabedingungen der Jahre 1964-1966, denen die Phänomene der Erosion ihren wenig auffälligen Ausdruck verdanken. Trotz allem können wir einige Aussagen über die Wirkungen der Neulanderschließung und die Art und Weise der Zerschneidung wagen. Die Unterdrückung der Vegetationsdecke begünstigt unstreitig die Entwicklung erosiver Prozesse. Auf der nackten Parzelle ist die Zerschneidung bedeutend stärker (außer im Sommer wie es scheint), die Trübung kräftiger, der andauernde Wasserabfluß bedeutender. Wenn auch die Verstärkung der chemischen Verwitterung weniger evident ist, so kann man doch sagen, daß die Entkalkung durch die Folgen der Landerschließung erleichtert wird. Das Ablösen vorwiegend kleiner, schlammiger Ströme auf dem Hang scheint uns weiterhin ein sehr bedeutender Faktor zu sein. Die diffuse Zerschneidung spielt nur eine geringe Rolle, da die normale Entwässerung von Parzellen im Grundwasser in geringer Tiefe vor sich geht. Der dauernde Transport bleibt auch im ganzen Winter mittelmäßig und erfolgt vor allem in der Form der Trübe. Alles in allem ist der Hang weit davon entfernt erstarrt zu sein. Die Schlammströme scheinen den bedeutendsten Anteil an seiner Entwicklung zu haben. Beachtet man weiterhin Gebiete mit mehr als 200 m2 Größe, so zeigt sich eine Zerschneidung der Oberfläche, die durch den Austritt des versickerten Wassers verursacht wird, und aus der sich eine erste Zerschluchtung entwickeln kann.
Abstract
Our observations refer to a very short period and therefore are not quite significant. The winters were without snow and not really cold, the annual rainfall rather scarce, the seasons without torrential rains: such were the climatic characteristics in the years 1964-1966 due to which the erosive phenomena are not very spectacular. However, we can draw some conclusions concerning the effects of cultivation and the way of run-off. The reduction of the plant cover obviously favours the development of erosive processes. On a bare plot the indices of rainwash are higher (at least in summer it seems to be so), the turbidity is higher the volume of solid matter more important. If the aggravation of chemical erosion is less conspicuous we can assume that cultivation is favouring the efficacy of calcium. The release of micro mud streams upon bare slopes also seems to be an important fact. The diffuse run-off is of minor importance because the subterranean flow at low depth represents the normal way of drainage of our plots. The transport of solid matter is moderate especially in winter and operating mainly by suspended turbid matter. However the slope is far from being stable. The mud streams (solifluction) seem to be the most effective agents which control its development. If we consider a superficial extension of 200 sqm we can observe superficial run off fed by the emergence of infiltrated water and initial gullies may develop.
Keywords
rainfall • erosive processes • mud streams • rainwash • solifluction • water • gullies