Field trip guide
Die St. Beatus-Höhlen: Zeugen eiszeitlicher Aktivität in den helvetischen Voralpen (Exkursion G am 10. April 2010)
Häuselmann, Philipp
Jahresberichte und Mitteilungen des Oberrheinischen Geologischen Vereins Band 92 (2010), p. 107 - 128
17 references
published: Apr 6, 2010
DOI: 10.1127/jmogv/92/2010/107
ArtNo. ESP151009200009, Price: 6.20 €
Kurzfassung
Nördlich des Thunersees in der Schweiz befindet sich in den Helvetischen Voralpen eine der größten Höhlenregionen der Welt. Der folgende Exkursionsführer stellt diese Region und ihre Bedeutung für die geomorphologische und quartärgeologische Forschung vor. Nach einer allgemeinen Einführung in die Region folgt vor der eigentlichen Exkursionsbeschreibung ein Kapitel, das die Höhlenentstehung und weitere Besonderheiten des unterirdischen Milieus kurz vorstellt. Diese bilden denn auch die Grundlage der geologischen Forschungen. Die Höhlen der Region Bereits seit Menschengedenken waren einzelne Eingänge bekannt. Allen voran die St. Beatus-Höhle, wo der Legende gemäß der heilige Beatus im 6. Jahrhundert n. Chr. einen Drachen vertrieb und sich in der Höhle häuslich einrichtete, um das Evangelium zu predigen und Kranke zu heilen. Der Aufschwung der eigentlichen Höhlenforschung in der Region setzte aber erst nach dem 2. Weltkrieg ein und die größten Erfolge hatten die Vermesser vergleichsweise spät, Mitte der 70er-Jahre, als einzelne, kleinere Höhlen zu einem großen System zusammengeschlossen wurden, das seither ständig weiterwächst.
Keywords
st. beatus cave • lake thun • switzerland • field trip guide • geomorphology