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Über die Spülmulden und benachbarte Formbegriffe

[About scour hollows and related terms]

Louis, Herbert

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Zeitschrift für Geomorphologie Volume 12 Issue 4 (1968), p. 490 - 501

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published: Dec 11, 1968

DOI: 10.1127/zfg/12/1968/490

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Kurzfassung

In den Diskussionen über die Flächenbildung in den wechselfeuchten Tropen ist zu meiner Wortprägung „Flachmuldental“ von verschiedenen Seiten, u. a. von H. Mensching und H. Wilhelmy, etwa folgende Meinung geäußert worden: Die vor allem durch J. Büdel betonte Erkenntnis sei allgemein geworden, daß den großen Bereichen ausgeprägter Tälerlandschaften auf der Erde anderswo, nämlich in den wechselfeuchten Tropen und in den semiariden bis ariden Gebieten der niederen Breiten, weite, sehr flache Abtragungslandschaften, eben die Gebiete der Flächenbildung, gegenüberstehen. Es mache Auffassungsschwierigkeiten, die überaus flachen Abtragungslandschaften der wechselfeuchten Tropen, in denen Büdel Spülmulden entwickelt sieht, als Landschaften von Flachmuldentälern zu kennzeichnen. Diesen Überlegungen gegenüber habe ich mich gegen Ende der Diskussion bereit gefunden, die Bezeichnung „Flachmuldental“ in den Hintergrund treten zu lassen zugunsten von Formbenennungen, die auf die von J. Büdel geprägte, ältere Bezeichnung „Spülmulde“ zurückgreifen. Ich habe aber gleichzeitig erklärt, daß der folgerichtige Aufbau eines an die Bezeichnung Spülmulde anknüpfenden Begriffssystems sachliche Schwierigkeiten mit sich bringt, die berücksichtigt bzw. aus dem Wege geräumt werden müssen. Davon konnte ich in der damaligen Diskussion nur noch wenige andeuten.